Projektwoche

Während des Sommersemesters macht der Unibetrieb während der Pfingstwoche eine Pause. Während dieser "Projekt- und Ausgleichswoche" finden keine Vorlesungen und Übungen statt, sondern es ist Zeit für persönliche Projekte und Aktivitäten. Der FSR Physik bietet in dieser Woche ein buntes Programm zur Weiterbildung an. Traditionell werden Softwarekurse von Studierenden für Studierende angeboten. So erfährt man ganz kompakt alles Wichtige, was man zur Benutzung der Programme braucht. Vor allem gibt es immer einen Kurs über das sogenannte "LaTeX", um das man in der Welt des wissenschaftlichen Arbeitens nicht herum kommt. Außerdem finden in der Projektwoche auch Spaßveranstaltungen statt, wie Vorlesungen zu populärwissenschaftlichen Themen, Grillabende oder Kanutouren. Auch ein Kurs zum Bierbrauen oder gemeinsames Sternegucken wurde schon initiiert.

Wenn Du Dich mit einem Thema besonders gut auskennst und deine Kenntnisse gerne weitergeben möchtest, wäre ein Kurs in der Projektwoche eine gute Plattform. Wenn Du einen bestimmten Wunsch hast, zu welchem Thema oder Programm du gerne einsteigen oder mehr wissen möchtest, melde Dich bei uns. Wir versuchen, einen Kurs zu organisieren.

Außerdem werden an einem Tag der Woche Veranstaltungen nachgeholt, die wegen Feiertagen ausfallen mussten.

In den letzten Jahren wurden zum Beispiel folgende Kurse angeboten:

LaTeX

LaTeX

LaTeX ist ein Softwarepaket, was den wissenschaftlichen Textsatz deutlich vereinfacht, und zum Beispiel eine unkomplizierte Einbindung von mathematischen Formeln oder Bildern ermöglicht. Bei wissenschaftlichen Arbeiten, aber auch schon bei Praktikumsprotokollen, ist die Nutzung von LaTeX absoluter Standard. In dem Kurs werdet ihr lernen wie das Ganze funktioniert und welche Funktionen für Physiker besonders nützlich sind. Besonders eingegangen wird auch auf Gnuplot, welches das graphische Darstellen von Messwerten mit LaTeX ermöglicht.

Mathematica

Mathematica

Der Kurs wird zweigeteilt im Vorlesungsstil gehalten (Beamer). Im ersten Teil wird insbesondere der Umgang mit Mathematica und das analytische Rechnen mit Mathematica behandelt. Der zweite Teil wird sich mit dem Einlesen und Auswerten von Messwerten beschäftigen. Darüber hinaus werden Optimierungsmöglichkeiten für schnellere Analysen aufgezeigt.

Matlab

Matlab

Matlab ist ein sinnvolles Tool zur Auswertung von numerischen Daten, wie im Praktikum. In diesem Kurs bekommt ihr eine erste Einführung in Matlab, sodass ihr danach direkt mit euren eigenen Problemen starten könnt, ohne vorher noch stundenlang Kleinigkeiten zu googlen. Wir werden uns hauptsächlich damit beschäftigen, gut aussehende Plots zu erstellen und mit Skripten zu arbeiten, z.B. zur Analyse von Messdaten. Auch auf die Nutzung von Matlab als Programmierumgebung wird kurz eingegangen.

Wissenschaftliche Programmierung mit C++

Wissenschaftliche Programmierung mit C++

Ziel des Kurses ist es, Grundlagen aufzufrischen und auf das Arbeiten in der Wissenschaftlichen Programmierung vorzubereiten. Voraussetzung sind Grundkenntnisse zu C++. Man kann auch teilnehmen, wenn man gerade Informatik 2 hört. Sinnvoll ist dieser Kurs insbesondere auch in Vorbereitung auf eine Bachelor- oder Masterarbeit.

Behandelt werden sollen unter anderem:

  • Strukturiertes Herangehen an ein größeres Softwareprojekt
  • Tools zum Programmieren mit C++
  • Debugging (gdb, valgrind, clang sanitize, ...)
  • Umgang mit Daten/Algorithmen (z.B. Iteratoren)
  • Sinnvolle Standardbibliotheken (z.B. gute Zufallszahlen)
  • Performance Metriken und Analyse
  • Funktionale Aspekte (z.B. Lambda Funktionen)
  • Parallele Programmierung
Linux

Linux

Linux als Betriebssystem ist für viele Physiker relevant, sobald es um die (standardisierte) Auswertung von Daten, große Simulationen und das Arbeiten in Netzwerken bzw. auf “Superrechnern” geht. Ein Schwerpunkt wird auf der Datenbearbeitung und -darstellung abseits von Excel oder Origin liegen. Zudem wird eine Einführung in gnuplot, die Arbeit mit Servern (ssh, rsync etc.), das Entwickeln von eigenem Code und die Schritte zur Einrichtung von Linux auf dem eigenen Rechner gegeben.

Fahrt zum Institut für Atmosphärenphysik

Fahrt zum Institut für Atmosphärenphysik

Wir besuchen unser An-Institut in Kühlungsborn (30 km westlich von Rostock), das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik. Im Rahmen einer Führung erhalten wir Einblick in aktuelle Forschung und Messtechniken, wie LIDAR und RADAR. Die Exkursion ist spannend für Studenten, die Interesse an einem Einblick im aktuellen Anwendungsgebiet der Physik haben.Aber auch wenn ihr überlegt, worüber ihr Bachelor- oder Masterarbeit schreiben möchtet, oder welche Spezialisierung im Masterstudium für euch interessant sein könnte, lohnt sich der Ausflug. Wir fahren mit dem Zug bis Kröpelin und werden dort abgeholt. Nach der Führung können wir am IAP zu Mittag essen und auch ein Abstecher an den Strand von Kühlungsborn ist möglich