Lehramt Physik

Hallo, ich bin Eric! Ich studiere Lehramt für Gymnasien mit den Fächern Biologie und Physik im 6. Semester.

Die Fächer lagen mir in der Schule besonders gut und durch Nachhilfe und weitere Tätigkeiten mit Jugendlichen und Kindern in meiner Freizeit habe ich schnell festgestellt, dass der "Beruf Lehrer*in" perfekt für mich wäre. Somit habe ich den großen Schritt gewagt und bin aus meiner Heimat in Sachsen an die Ostsee gezogen. Bisher habe ich es keinen Tag bereut!

Mein Studium ist in drei Teile geteilt, wie im Lehramt für Gymnasien und auch im Lehramt für Regionale Schule üblich: Ich habe jeweils einen Anteil Physik, Biologie und Bildungswissenschaften. In den Bildungswissenschaften lerne ich viel Fächerübergreifendes, das mir später in der Schule behilflich sein kann. Sei es Pädagogische Psychologie, Allgemeine Schulpädagogik oder Sonderpädagogik - es wird nie langweilig! In den Fächern lernt man alle Grundlagen, so zum Beispiel in der Physik mit Vorlesungen zur Experimentalphysik, theoretischen Physik und physikalischen Praktika. Dazu kommt die Fachdidaktik Physik, wo wir lernen, fachbezogen möglichst gut zu unterrichten (Didaktik = "Wissenschaft vom Lehren").

Am besten im Studium fand ich bisher die SPÜ: Schulpraktische Übungen sind Teil der Fachdidaktik. In den Schulpraktischen Übungen gehen wir in Schulen in der Nähe und halten erste Unterrichtsstunden (mit Vorbereitung natürlich!). Das Anwenden meines Wissens und Planen der Stunde hat dabei wirklich Spaß gemacht, aber am besten war es, mit den Schüler*innen zusammenzuarbeiten und vor der Klasse zu stehen. Langsam komme ich meinem Traum vom Lehrer-Sein näher und in jedem Semester lerne ich viel Neues dazu, über Schule, mein Fach, über mich als Lehrerpersönlichkeit...

Fazit: Studier' auch Lehramt, wenn du Bock hast, dein Wissen und deine Begeisterung für die Physik zu teilen, du wirst es nicht bereuen! :)

Wenn du Fragen zum Lehramtsstudium, zu Physik, zu Rostock etc. hast, aber nicht weißt, an wen du sie stellen sollst, schreib uns einfach eine Mail, wir helfen dir gerne weiter!

Eric, 6. Semester

Das Staatsexamen

Für die Staatsexamensarbeit ist das 10. Semester vorgesehen. In diesem Semester sind auch die Abschlussprüfungen, deshalb ist es empfehlenswert, die Abschlussarbeit schon früher anzufangen. Um sie zu beginnen, benötigt man mindestens 210 LP. Anzumelden und einzureichen ist die Staatsexamensarbeit beim LPA (Lehrerprüfungsamt). Wenn man sich zu den mündlichen Abschlussprüfungen anmeldet, wird auch spätestens die Abschlussarbeit angemeldet. Die Arbeit schreibt man in einem seiner beiden Fächer, man kann sie nur unter bestimmten Bedingungen in Bildungswissenschaften schreiben. Für die Staatsexamensarbeit sind etwa 3,5 Monate vorgesehen, aber es gibt nur zwei Abgabetermine, den 15. Dezember und den 15. Juli, zu denen die Arbeit spätestens einzureichen ist. Im Gegensatz zur Bachelor- oder Masterarbeit ist es nicht möglich, die Staatsexamensarbeit zu verlängern. Teilweise ist ein Rücktritt möglich, das heißt aber auch, dass man wieder ganz von vorne anfangen darf.

Die Abschlussarbeit muss man sich selbst organisieren. Das heißt, man sucht sich im Vorfeld eine*n Betreuer*in und eine*n Zweitgutachter*in aus, mit denen du zusammen das Thema der Arbeit festlegst. Das Thema wird beim LPA eingereicht und im Optimalfall genehmigt. Der Titel der Arbeit darf nun in keiner Weise mehr geändert werden. Der Umfang der Arbeit beträgt um die 50 Seiten, weitere Absprachen sind mit der betreuenden Person zu machen. Die Abschlussarbeit wird innerhalb von 4 Wochen kontrolliert. Im Gegensatz zur Bachelor- oder Masterarbeit wird die Arbeit nicht verteidigt.